"Haben sie bereits eine Immobilie gefunden?" fragte der Makler am anderen Ende des Telefons.
Nach dem verdutzten Verneinen meines Partners fing der Makler an zu erzählen und hier passierte etwas Unglaubliches.
Er erzählte, dass der Erstkäufer abgesprungen sei.
Aber nicht so, wie man es sonst bei Immobilienkäufen erwartete, dass der Interessent zum Notartermin nicht erschien. Nein... ganz im Gegenteil. Er ließ sich ins Grundbuch eintragen und vergaß dann wohl die Rechnungen zu bezahlen.
Als der Makler seine Courtage immer noch nicht bekam, stellte er Nachforschungen an und bekam heraus: Der Käufer steht mehrmals negativ in der Schufa.
Er hatte gestutzt und sich den Schrieb von der Bank nochmal angeschaut, wo drin stand, dass sie ihren Kunden durch die Finanzierung begleiten würde.
Da haute es ihm vom Stuhl.
Dokument gefälscht.
Alle Nachweise gefälscht. Hier hatte er es mit einem Betrüger zu tun!
Die arme ältere Dame, die ihr Haus verkauft hatte.
Aber somit war das Haus wieder frei und ein neuer Käufer musste her und da hatten sie sich an uns zurück erinnert.
Wir durften das Haus nochmal besichtigen und da war sie wieder: Die Treppe, in der ich mich so verliebt hatte, meine Treppe!
Nun musste der Betrüger nur noch aus dem Grundbuch.
Im besten Fall nahm er den Termin beim Notar wahr und ließ sich wieder austragen.
Im schlimmsten Fall müsste man den juristischen Weg gehen. Ihm eine 2 wöchige Frist geben, um vom Kauf zurück zu treten und somit sich aus dem Grundbuch austragen zu lassen.
Sollte er diese Frist verstreichen lassen, hätte man ihn quasi "rausklagen" müssen. Das wäre dann über viele Instanzen gegangen und hätte Zeit gekostet, was jeglichen Beteiligten Nerven gekostet hätte.
Aber, man glaubt es kaum, der Herr ging tatsächlich zum Notar und ließ sich austragen.
Das Haus war frei und wir konnten alles in die Wege leiten.
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